SG erhält bundesweite Auszeichnung – 2. Platz beim Wettbewerb „Verein des Jahres 2011“

Mit 5.074 Einwohnern zählt die Gemeinde Büchenbach sicher nicht zu den größten und berühmtesten in Deutschland. Im Schach ist das anders. Hier zählt die Schachgemeinschaft Büchenbach/Roth zu den ganz großen und vor allem äußerst erfolgreichen Vereinen.

Davon zeugt auch der neueste Coup, der die Erfolgsstory unseres Vereins um ein neues Kapitel erweitert: Beim Wettbewerb „Verein des Jahres“ landeten wir auf einem überragenden 2. Platz und holten uns die Silbermedaille im deutschlandweiten Vergleich mit Großstadt- und Bundesligavereinen.

Als ich mich im Februar 2010 in Vorbereitung auf mein Examen in der Bibliothek der Universität Ingolstadt befand, klingelte plötzlich mein Handy. Am Apparat war Markus Nachtrab, der mir begeistert von dem relativ neuen Wettbewerb erzählte und versprach, mich zu unterstützen, falls wir daran teilnehmen würden. 10 Minuten später hatte er mich überzeugt und 15 Minuten später waren wir angemeldet.

Die Idee, die hinter der Aktion des Deutschen Schachbundes steckt, ist, Vereine für Ihre Aktionen und Aktivitäten in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedergewinnung, Kinder-, Jugend- und Damenschach auszuzeichnen. Hierfür wurde eigens ein Punkteschema samt Kriterienkatalog entworfen, das die jeweiligen Erfolge zählbar machen sollte. So gab es beispielsweise Punkte für neue Mitglieder, Schachkurse an Schulen, eine vereinseigene Homepage, usw.

Ausschlaggebend für unsere hohe Punktezahl und den damit verbundenen Erfolg auf Bundesebene waren im Besonderen die Schulschachkurse, die allen voran von Michael Braun sowie von Marco Schmidt, Maurice Shetta und meiner Wenigkeit geleitet wurden. Sehr positiv fiel auch die umfangreiche Berichterstattung unseres Spielleiters und Presswarts Harry Dreißig ins Gewicht. Und schließlich sorgten unsere 18 (!) Neuzugänge für entsprechend viele Punkte.

Im Wertungszeitraum von 01.04.2010-31.03.2011 holten wir summa summarum 14.220 Punkte und sicherten uns damit den Platz auf dem Treppchen. Hätte diese Punktzahl im Vorjahr noch leicht zum Titelgewinn gelangt (der Vorjahressieger Hamburger SK hatte 11.070 Punkte, d. Red.), so spielte der diesjährige Gewinner, die Schachzwerge Magdeburg e.V., in einer anderen Liga. Sie holten schier unglaubliche 39.750 Punkte, mehr als die drei nachfolgend platzierten Vereine zusammen. Dazu muss man sagen, dass es sich bei den Schachzwergen um ein Projekt der Stadt Magdeburg handelt, das zudem vom Land Sachsen-Anhalt gefördert wird. Aus mittelfränkischer Sicht erfreulich sind auch die Platzierungen des Allersberger SC 2000 (3.) und des SV Lauf (24.).

Getreu dem Motto „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ dürfen wir uns nach einem durchaus anstrengenden Jahr und einer umfangreichen Antragsstellung und Präsentation nun auf die Früchte unseres Erfolges freuen. Verbunden mit der Silbermedaille sind ein Geldpreis sowie eine Simultanveranstaltung gegen einen namhaften (National-)Spieler in unserem Vereinsheim. Der Zeitpunkt für dieses Großereignis wird noch bekannt gegeben.

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