Europäische Mannschaftsmeisterschaft: Deutschland auf starkem Rang 6

Deutsche Nr. 1: Liviu-Dieter Nisipeanu

Die Mannschafts-Europameisterschaft gilt als wichtige Standortbestimmung im Jahr vor der Schach-Olympiade in Baku. Für das deutsche Team war dies der erste große Test, ohne den abgewanderten Top-Spieler Arkadij Naiditsch, der jetzt für den Olympia-Gastgeber Azerbaijan die Figuren rückt. Naiditsch hatte noch beim deutschen Titelgewinn 2011 erheblichen Anteil am Spitzenbrett. Die deutsche Mannschaft bestand aus „Neuzugang“ Liviu-Dieter Nisipeanu, der unter anderem gegen Levon Aronian und Weltmeister Magnus Carlsen ein Remis verteidigte, Georg Meier, Daniel Fridman, Rainer Buhmann und Prinz Dennis Wagner.

Vom Setzlistenplatz 10 kam die Mannschaft nach einem Sieg gegen den Nachbarn Schweiz (mit unserem Simultanspieler Sebastian Bogner), einer Niederlage gegen Spanien und einem Unentschieden gegen Island eher behäbig in den Wettkampf. Aber deutsche Teams sind nicht nur beim Fussball eine Turniermannschaft, denn es folgten in den nächsten fünf Runden vier Siege gegen Schweden, England, Tschechien und Norwegen. Nationen, die Weltklassespieler wie Michael Adams, Nigel Short, David Navara und allen voran Weltmeister Magnus Carlsen in ihren Reihen haben. Einzig unterbrochen durch eine Niederlage gegen die Schachnation Armenien, da zwei gewonnene Stellungen mit Remis endeten. Zum Abschluss gab es heute noch ein 2-2 gegen die erwähnten Azeris. Arkadij Naiditsch lies allerdings einem Ersatzspieler den Vortritt.
Europameister wurde fast schon erwartungsgemäß Russland, die sogar ohne Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik antraten. Auf dem Podest folgten Armenien und Ungarn.
Die deutschen Damen schlugen sich ähnlich gut und wurden ebenfalls 6. Platz.

Alle Ergebnisse auf der Turnier-Seite

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