Heimerfolg – SG1 gewinnt zweites Saisonspiel gegen Herzogenaurach II

Mit und ohne Fortune – Markus und Dominic

Am zweiten Spieltag empfing die SG1 die zweite Mannschaft aus Herzogenaurach. Die starke Aufstellung der Gäste (1-8) versprach einen spannenden Wettkampf – und die Zuschauer sollten tatsächlich nicht enttäuscht werden.

Die ersten Ergebnisse an diesem Tag waren zwei mehr oder minder schnelle Remisen an Brett 5 von Dani und an Brett 2 von Michi gegen die beiden nominell stärksten Gästespieler. Die Situation an den übrigen Brettern schien eher leicht vorteilhaft für die SG1. Der weitere Verlauf des Wettkampfes zeigte allerdings, wie schwer der Ausgang der Partien vorherzusehen ist.

An Brett 4 stand Dominic – zumindest optisch – vorteilhaft und hatte seine Figuren gut positioniert. Leider verpasste er einen Zug und eröffnete so seinem Gegner das Eindringen in eigene Stellung. Der nutze die Chance, durchaus sehenswert, zum Mattangriff mit Springer, Läufer und Turm. Dieser überraschende Rückstand wurde unverhofft schnell von Gunter an Brett 7 ausgeglichen. Gunter schaffte es Druck am Damenflügel aufzubauen und mit etwas Mithilfe des Gegners entscheidend Material zu gewinnen.

Beim Stand von 2:2 war nach wie vor alles offen. Markus agierte an Brett 3 die ganze Partie über sehr präzise und zeigte besonders im Endspiel sein hervorragendes Stellungverständnis. Mit Turm plus Bauer gegen Springer und Läufer des Gegners war er es, der auf den vollen Punkt spielte. Er entwickelte viel Druck, der objektiv jedoch wohl nur zum Remis gereicht hätte. In der Partie reichte es zum Sieg. Als Andi an Brett 6 nach guter Leistung gegen einen deutlich stärkeren Gegner ins Remis abwickelte, war der Sieg beim Zwischenstand von 3,5:2,5 zum Greifen nah.

Die verbliebenen beiden Bretter (1 und 8) standen auf Sieg, machten es aber für alle Anwesenden nochmal spannend. Bobby an Brett 8 sicherte sich durch Ungenauigkeiten seines Gegners in der Eröffnung früh materiellen Vorteil, den er zwischenzeitlich in eine große Bauernmehrheit im Zentrum eintauschte. Es dauerte ein wenig, bis die Bauern ins Rollen kamen und ggf. hätte die Partie auch früher, und für die anwesenden Kibitze nervenschonender, entschieden werden können. Am Ende stand aber ein verdienter und wichtiger Punkt, der das 4,5:2,5 und damit den Mannschaftserfolg besiegelte. So blieb es eine Randnotiz, dass Thomas sich am Spitzenbrett ob der vertanen Siegchance die Haare raufte und im Damenendspiel schließlich ins Remis einwilligte.

Fazit: Die SG1 hat gegen einen ebenbürtigen Gegner in Bestbesetzung einen 5:3-Sieg eingefahren und liegt mit 4-0 Mannschaftspunkten und Rang 3 voll im Soll. In zwei Wochen geht es nach Kareth-Lappersdorf, die – obwohl Tabellenletzter – keinesfalls unterschätzt werden dürfen.

«
»